REKTUSDIASTASE UND NABELBRUCH BEI BABYS und KINDERn

Wir alle kommen mit einer Spalte zwischen den Bauchmuskeln auf die Welt! Erst mit ca. 3 Jahren, wenn das Nervensystem entwickelt ist, wächst die Spalte in der Regel zu, was allerdings nicht zwangsläufig bei jedem Menschen der Fall ist. Denn bei circa 30% der Bevölkerung schließen sich die Muskeln nicht und die Bauchwand bleibt instabil.

Eine Rektusdiastase bezeichnet das Auseinanderstehen des geraden Bauchmuskels (M. rectus abdominis oder Sixpack-Muskel). Das zwischen den Muskelbäuchen verlaufende Bindegewebe wird dabei in die Breite gedehnt und somit immer dünner und schwächer. Der M. rectus abdominis ist ein wichtiger Haltungsmuskel, der gemeinsam mit den tiefer liegenden Muskelschichten den Rücken stabilisiert und die Organe stützt. 

VERBINDUNG NABELBRUCH und REKTUSDIASTASE

Weichen die Muskelbäuche auseinander, kann er seine Funktionen nicht mehr ausüben und verliert gleichzeitig an Kraft. Der Rücken kann nicht mehr ausreichend stabilisiert werden und die Organe üben zusätzlich Druck auf das ausgedünnte Bindegewebe aus. In vielen Fällen ist das so schwach, dass auch der Bauchnabel nicht mehr ausreichend stabilisiert werden kann. Dies führt häufig auch zu Nabelbrüchen (Narbelhernien) und dem hervorstehen des Bauchnabel (Outtie).

 

NABELBRUCH

Studien belegen, dass zwischen 10 und 30 Prozent aller Babys mit einem Nabelbruch (Nabelhernie) auf die Welt kommen. Bei frühgeborenen Kindern sind sogar zwei Drittel der Babys betroffen. Du erkennst einen Nabelbruch durch eine Wölbung im Bereich des Bauchnabels und meistens wird diese deutlicher, wenn dein Baby lacht, weint, hustet oder drückt. Denn der intraabdominale Druck (Druck im Bauchraum) lässt die Wölbung deutlicher hervortreten. Ein Nabelbruch ist häufig mit einer Rektusdiastase (das Auseinanderstehen der geraden Bauchmuskeln) verbunden. In manchen Fällen ist der Nabelbruch nicht sichtbar und man kann ihn nur ertasten.


BEDEUTUNG UND URSPRUNG des NABELBRUCHS

Als Nabelbruch wird ein Bauchwandbruch/Bauchdeckenbruch (lat. Hernie) bezeichnet, der auf dem zwischen den geraden Bauchmuskeln verlaufende Bindegewebe in der Nähe des Nabels auftritt. Durch die (ehemaligen) Blutgefäße der Nabelschnur ist dieser Bereich eine natürliche Schwachstelle.


ENTSTEHUNG des NABELBRUCHS

Während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib entsteht ein natürlicher (physiologischer) Nabelbruch. Denn die Nabelschnur schiebt sich bei der Entwicklung des Kindes durch eine kleine Öffnung zwischen die Bauchmuskeln des Babys.


OPERATION?

In den meisten Fällen schließt sich ein Nabelbruch bei Babys in den ersten 3 Jahren von selbst genauso wie die Lücke zwischen den geraden Bauchmuskeln (Rektusdiastase).

Eine Operation könnte notwendig werden wenn:

-        Die Organe eingeklemmt sind

-        Der Blutfluss unterbrochen wird

-        Schmerzen auftreten oder der Bruch immer größer wird.

 

THERAPIEMÖGLICHKEIT

Durch ein gezieltes Training der Tupler Technik, kann man die meisten Nabelbrüche sicher und nicht chirurgisch behandeln. Dazu gehören Nabel- und Oberbauchbruch, Leisten- und Narbenbruch sowie ein pseudo Bruch wenn dieser keine Schmerzen verursacht oder heiß, sensibel bzw. farblich verändert ist.

Denn sobald das Bindegewebe gestärkt ist, hat es die erforderliche Unterstützung den Nabelbruch zu beheben.

Bei Kindern wird diese Therapiemöglichkeit ab circa 6/7 Jahren empfohlen.

Sprecht mich gerne an, Eure Yasmin

Yasmin Fuhrmann
Sporttherapie
www.yasmin-fuhrmann.de